Komplikationen - Weichteildefekte

Katalog-Nummer 1.7.2018
V=Verletzungsartenverfahren
S=Schwerstverletzungsartenverfahren

 

11.2 

Defektheilung des Weichteilmantels

mit instabiler Narbenbildung,

Funktionsbehinderungen

oder gestörter Ästhetik nach Weichteiluntergang

mit Nekrosen von Haut, Faszien oder Muskeln (z. B. nach Kompartmentsyndromen).

In Ziffer 11 werden Komplikationen beschrieben, die sowohl innerhalb der ersten vier Monate nach dem Unfall als auch später im Behandlungsverlauf auftreten können. Treten Komplikationen nach Ziffer 11 auf, sind diese zu jedem Zeitpunkt als SAV-Verletzungen zu behandeln. 


 

Alle schweren und unter 1(V) und 1(S) genannten hochgradigen Weichteilschädigungen (z. B. nach Gustillo Grad II / III für offene Weichteilschädigungen oder nach Tscherne Grad III für geschlossene Weichteilschäden oder Verbrennungswunden) sind fotografisch akut und im Verlauf zu dokumentieren.


 

In Zweifelsfällen, ob eine Verletzung nach dem Verletzungsartenverzeichnis vorliegt, insbesondere auch bei abzuklärender Operationsnotwendigkeit, hat grundsätzlich die Vorstellung in einem am Verletzungsartenverfahren (VAV) bzw. am Schwerstverletzungsartenverfahren (SAV) beteiligten Krankenhaus zu erfolgen. Sind bei einer verletzten Person sowohl Ziffern nach VAV als auch nach SAV zutreffend, so erfolgt die Zuordnung immer in das SAV. 


 

Nähere Informationen gibt es bei den DGUV-Landesverbänden http://dguv.de/de/datenbanken/index.jspDort können Sie vor allem auch recherchieren, welche Krankenhäuser in gewünschten Umkreis zugelassen sind. 

 

Ohne Gewähr.