Schädel und Hirn-Verletzungen (SAV)

Katalog-Nummer 1.7.2018
V=Verletzungsartenverfahren
S=Schwerstverletzungsartenverfahren
 
4.1 

Gedeckte Schädel-Hirn-Verletzungen mit mittelschwerer Ausprägung klinisch ab SHT Grad II (GCS<13),

alle traumatisch bedingten strukturellen Veränderungen oder Blutungen in bildgebenden Verfahren.        

4.2 S

Alle offenen Verletzungen mit Hirnbeteiligung,

alle schweren Schädel-Hirn- Verletzungen mit

− substantiell lokalisierter Hirnverletzung

− diffus-axonaler Hirnverletzung

− intrakranieller Blutung

− wesentlicher Verschlechterung im Verlauf.


Brüche des Gehirnschädels bei gegebener oder abzuklärender Operationsnotwendigkeit.   

9.1 V

Brüche des Gesichtsschädels bei gegebener oder abzuklärender Operationsnotwendigkeit.

9.1 S

Vorgenannte Brüche des Gesichtsschädels bei

− starker Verschiebung (z.B. Okklusionsstörung)

− hoher Komplexität (z.B. beidseitige Kieferfraktur, panfaziale Fraktur)

− hochgradiger Weichteilschädigung (z.B. Verletzung des Tränenkanals, Verletzungen mehrerer Gesichtsanteile, Amputationen von Gesichtsanteilen). 


In Zweifelsfällen, ob eine Verletzung nach dem Verletzungsartenverzeichnis vorliegt, insbesondere auch bei abzuklärender Operationsnotwendigkeit, hat grundsätzlich die Vorstellung in einem am Verletzungsartenverfahren (VAV) bzw. am Schwerstverletzungsartenverfahren (SAV) beteiligten Krankenhaus zu erfolgen. Sind bei einer verletzten Person sowohl Ziffern nach VAV als auch nach SAV zutreffend, so erfolgt die Zuordnung immer in das SAV.

Nähere Informationen gibt es bei den DGUV-Landesverbänden http://dguv.de/de/datenbanken/index.jsp. Dort können Sie vor allem auch recherchieren, welche Krankenhäuser in gewünschten Umkreis zugelassen sind. 

 


 

Ohne Gewähr.