Paarige oder Mehrfachverletzungen der Extremitäten (SAV)

Katalog-Nummer 1.7.2018
V=Verletzungsartenverfahren
S=Schwerstverletztenartenverfahren
10.2  S 

Kombinationsverletzungen oder Verletzungskonstellationen, die z. B.

− zwei oder mehr Extremitäten mit Ausprägung entsprechend VAV betreffen

− keine Belastungsfähigkeit simultan beider unterer Extremitäten zulassen

− im weiteren Verlauf einen erheblich erhöhten Rehabilitationsaufwand erwarten lassen.                 

 

In Zweifelsfällen, ob eine Verletzung nach dem Verletzungsartenverzeichnis vorliegt, insbesondere auch bei abzuklärender Operationsnotwendigkeit, hat grundsätzlich die Vorstellung in einem am Verletzungsartenverfahren (VAV) bzw. am Schwerstverletzungsartenverfahren (SAV) beteiligten Krankenhaus zu erfolgen. Sind bei einer verletzten Person sowohl Ziffern nach VAV als auch nach SAV zutreffend, so erfolgt die Zuordnung immer in das SAV.

Die Behandlung einer vital bedrohlichen Verletzung (z. B. Milzzerreißung) oder einer hoch dringlich zu versorgenden Verletzung (z.B. Muskelkompressionssyndrom) hat selbstverständlich Vorrang vor den Regelungen der Vorstellungspflicht im Verletzungsartenverfahren (VAV) und im Schwerstverletzungsartenverfahren (SAV). In diesen Fällen erfolgt die Verlegung in ein zugelassenes Krankenhaus zum frühestmöglichen Zeitpunkt. 

Nähere Informationen gibt es bei den DGUV-Landesverbänden http://dguv.de/de/datenbanken/index.jsp. Dort können Sie vor allem auch recherchieren, welche Krankenhäuser in gewünschten Umkreis zugelassen sind. 

Ohne Gewähr.