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Achillessehnenriss


Entschädigung durch die gesetzliche Unfallversicherung

Die Achillessehne ist die stärkste Sehne des menschlichen Körpers. Die Belastbarkeit ist abhängig von Lebensalter, Geschlecht und Größe. Wesentliche Ursache für eine spontane Ruptur ist die degenerative Vorschädigung der betroffenen Sehne. Den Spontanrupturen gehen nicht selten schmerzhafte Erkrankungserscheinungen i.S. einer Achillodynie voraus (vgl. Schönberger-Mehrtens-Valentin, Arbeitsunfall und Berufskrankheit, 6. Auflage 1998, S.460 f.).

Bei alltäglich vorkommenden Ereignissen und Bewegungsabläufen wie der Streckung oder Beugung eines Muskels beim Aufrichten bedarf es besonderer Umstände, um den Bewegungsablauf als seiner Art unersetzliche äußere Einwirkung  einzuordnen. Kommt nach der Unfallmechanik nur eine degenerative  Veränderung als Ursache für eine Achillessehnenruptur in Betracht, muss das Vorhandensein eines degenerativen Vorschadens nicht bewiesen sein.

LSG Berlin-Brandenburg vom 03.04.2008, L 3 U 179/06

zum Begriff der Gelegenheitsursache

Anatomie siehe Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Achillessehne#Achillessehnenriss

Für traumatische Achillessehnenrisse geeignete Ereignisse: Abrutschen von Treppe, Sprung, Sturz, Tritt in Vertiefung mit gleichzeitiger Überlastung/Anspannung der Achillessehne (fußrückenwärtiges Dehnen des Fußes), Tritt von hinten in die angespannte Achillessehne.  Einzelheiten siehe Schönberger, Mehrtens, Valentin, "Arbeitsunfall und Berufskrankheit" Erich Schmidt Verlag, Berlin.

Leitlinien AWMF noch in Bearbeitung http://www.uni-duesseldorf.de/awmf/ll/033-011-m.htm